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„Erfahren, wie Alkohol wirkt“ in Berlin gestartet

Pressemitteilung   •   Nov 26, 2018 10:00 CET

Berlin/Hamburg (nr). Etwa 80 Schülerinnen und Schüler der Hein-Möller-Schule in Berlin tauschten heute die Schulbank mit einem Fahrsimulator. In der Berufsschule mit Schwerpunkt Elektrotechnik im Stadtteil Lichtenberg waren sie dabei, als der BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr seine bundesweiten Aktionswochen unter dem Motto „Erfahren, wie Alkohol wirkt“ startete. Bis zum 8. Dezember lassen die Instrukteure des BADS dabei potentielle Fahranfänger realitätsnah nachempfinden, welche Einschränkungen durch Alkohol am Steuer entstehen.

Die Aktionswochen erhalten dabei auch Rückenwind aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Das Ministerium begrüßt diese Aktionswochen ausdrücklich und sieht darin einen wertvollen Beitrag für die Verkehrssicherheit“, sagte der Abteilungsleiter Straßenverkehr, Guido Zielke, vor den Schülern. Die Gesellschaft müsse alles daran setzen, alkoholbedingte Unfälle, die immer noch zu den Hauptursachen im Straßenverkehr zählten zu reduzieren. „Es muss klar sein, Trinken und Fahren passen nicht zusammen.“

Zuvor hatte der Präsident des BADS, Dr. Peter Gerhardt, auf die Bilanz der Unfalltoten im Jahr 2017 verwiesen. Danach waren 182 Verkehrstote wegen einer Trunkenheitsfahrt und 40 Verkehrstote wegen einer Fahrt unter dem Einfluss von Drogen zu beklagen. Auch 5000 Schwerverletzte weist die Statistik aus. „Zwar sind die Zahlen der Alkoholunfälle seit sechs Jahrzehnten durch umfangreiche Aufklärungstätigkeit zurückgegangen, die Drogenunfälle sind dagegen weiterhin steigend.“ Im Straßenverkehr sei die Unversehrtheit jedes Verkehrsteilnehmers oberstes Ziel. „Dabei weisen wir immer darauf hin, jeder Tote und Verletzte einer Trunkenheits- und Drogenfahrt ist ein vermeidbares Opfer“, so der BADS-Präsident.

Neben den Fahrsimulatoren bietet der BADS in den Präventionswochen zum Test der eigenen Reaktionen unter anderem T-Walls und Agility-Boards an. Darüber hinaus informiert er jederzeit auch mit Kurzfilmen und Referaten über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Auf der Homepage findet man unter www.bads.de eine Liste der im Bundesgebiet teilnehmenden Schulen bzw. Institutionen.

Weitere Infos dazu erteilen die 21 Landessektionen des BADS sowie der Pressesprecher

unter 0176 31 37 08 50.

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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