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„Drogen und Arzneien - eine große Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr“

Pressemitteilung   •   Jun 20, 2014 09:45 CEST

Hildesheim (nr). Auch wenn der Konsum von Alkohol nach wie vor eine große Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr darstellt, Drogen holen in bedrohlicher Weise auf. Das wurde auf einer Fachtagung der Landessektion Niedersachsen des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen Im Strassenverkehr) am Mittwoch (18.Juni) in Hildesheim deutlich. Dazu waren etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Gruppen der Richter, Staatsanwälte und Polizei erschienen.


Unter dem Titel "Neueres im Bereich der Rauschmitteldetektion: Unfallursache unbekannt!? verwies der Leiter der Autobahnpolizei Hildesheim und Fachkoordinator für Drogen, Erster Hauptkommissar Jürgen Kanngiesser, auf die nach seiner Erfahrung zunehmende große Gefahr durch Drogen und Arzneien hin. So werde der Markt mit Drogen nahezu überschwemmt. "Es kommen wöchentlich etwa 2 neue Drogen beispielsweise als psychoaktive Substanzen (NSP) hinzu. Sie werden überwiegend auf Kräuter gesprüht, um sie harmlos wirken zu lassen und gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zu verschleiern. Das größte Problem dabei:

Die Polizei hat große Schwiergkeiten, viele dieser Drogen zu identifizieren", sagte Kanngiesser. Dies erhöhe die Gefahr im Strassenverkehr, weil dadurch die wahren Unfallursachen nicht ermittelt werden könnten.


Der Vorsitzende der BADS-Landessektion, Leitender Oberstaatsanwalt i.R., Helmut Trentmann, appellierte in diesem Zusammenhang an den Gesetzgeber und die Verantwortlichen der Polizei, geeignete Verfahren anzustoßen, die der Polizei die Möglichkeiten eröffnen, die neuen Drogen schnell und sicher zu erkennen. "Es muss uns gelingen, der neuen Gefahr durch die bedrohliche Zunahme der Drogen, von denen es bis jetzt etwa 1500 unterschiedliche gibt, wirkungsvoll entgegen zu wirken", sagte Trentmann. Es könne nicht hingenommen werden, dass die Polizei bei Kontrollen Drogen nicht oder nur schwer identifizieren könne. Auch der BADS, müsse alle Kräfte mobilisieren, um durch Prävention wie beispielsweise in Schulen, aber auch in allen anderen gesellschaftlichen Kreisen, auf die neuen Gefahren hinzuweisen.


Für Rückfragen: Norbert Radzanowski, Pressesprecher, 0176 31 37 08 50


Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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